Drei Forschungsbeiträge des Instituts für Wirtschaftsinformatik auf der HICSS 2026
Die Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS) gilt als die älteste wissenschaftliche Konferenz im Bereich der Informations- und Systemwissenschaften. In ihrer 59. Ausgabe im Januar 2026 brachte sie erneut Forschende aus aller Welt zusammen, um aktuelle Entwicklungen und innovative Forschung zu diskutieren.
Das Institut für Wirtschaftsinformatik war mit drei wissenschaftlichen Beiträgen auf der Konferenz vertreten:
- Marie Griesbach stellte ihr Paper „Towards Simulating User Behavior for Automating Usability Tests by Employing Large Language Models” (Co-Autor*innen: Janina Lütke Stockdiek, Hendrik Winkelmann und Christian Grimme) im Track Human-Computer Interaction vor. Die Arbeit untersucht die Usability-Testfähigkeiten von LLMs, indem sie autonom durch Anwendungen navigieren und mit diesen interagieren, um Aufgaben zu erledigen. Die generierten Gedankengänge werden anschließend mit menschlichen Think-Aloud-Protokollen verglichen.
- Mara Burger präsentierte ihr Paper “Designing Explainable AI: The Case of Dashboard Design for Fraud Detection in Public Transport Ticketing Systems” (Co-Autoren: Hans-Henning Näscher, Gregor Kipping, Michael Gau, Jan vom Brocke), das sich mit dem Design eines Algorithmus zur Betrugsfallerkennung bei Tickets im öffentlichen Personennahverkehr befasst.
- Im Paper „Law Meets GenAI: Using Artificial Intelligence to Derive Conceptual Models from Legal Regulations” von Binh An Patrick Nguyen, Hendrik Scholta, David Roth-Isigkeit, Christian Djeffal und Friedrich Chasin wurde der Einsatz generativer KI zur Erstellung von Konzeptmodellen durch Verwaltungsjuristen untersucht. Besonders auffällig war, dass das deutsche „Doch“ die KIs dazu bringen konnte etwas zu tun, was deren Aussage nach vorher nicht möglich war (z.B. Prozessmodelle erstellen).