Digitalisierungsstrategien als Grenzobjekte: Akteurskonstellationen, Inhalte und institutionelle Grenzbearbeitung in Mittelstädten

Krebs, Marina; Korte, Niklas

Zusammenfassung

Digitale Transformation in Kommunen setzt die koordinierte Zusam-menarbeit heterogener Akteure voraus. Digitalisierungsstrategien können dabei als Grenz-objekte Orientierung bieten und Anschlussfähigkeit herstellen. Auf Basis einer qualitativenDokumentenanalyse von 24 Strategiedokumenten aus Mittelstädten in Nordrhein-Westfalenwird untersucht, wie diese Grenzobjekte Inhalte und Beteiligungskonstellationen strukturieren. Die Ergebnisse zeigen erstens eine überwiegend organisationsinterne Erarbeitung mitnachgelagerter politischer Rückkopplung. Zweitens besteht ein Zusammenhang zwischenbreiter Akteursbeteiligung und größerer Handlungsfeldabdeckung, wodurch Strategien häu-figer über verwaltungsinterne Prozessdigitalisierung hinaus auf gesamtstädtische, inter- undtransdisziplinäre Transformationsbezüge zielen. Drittens sind zentrale Verwaltungstrendsweitgehend unabhängig vom Beteiligungsumfang. Insgesamt verdeutlichen die Befunde, dassStrategien als Grenzobjekte, im Sinne von gemeinsamen Referenzpunkten, strukturierteAbstimmungs- und Aushandlungsprozesse unterstützen und damit umfassende Transforma-tion begünstigen.

Schlüsselwörter

Kommunale Digitalisierungsstrategien, Grenzobjekte, Digitale Transformation, Transdisziplinarität

Zitieren als

Krebs, M., & Korte, N. (2026). Digitalisierungsstrategien als Grenzobjekte: Akteurskonstellationen, Inhalte und institutionelle Grenzbearbeitung in Mittelstädten. dms — der moderne staat (dms), 19(2).

Details

Publikationstyp
Forschungsartikel (Zeitschrift)

Begutachtet
Ja

Publikationsstatus
Veröffentlicht

Jahr
2026

Fachzeitschrift
dms - der moderne staat

Band
19

Ausgabe
2

Sprache
Deutsch

ISSN
2196-1395

DOI