Testen grafischer Modellierungswerkzeuge
Gegenstand dieses Themas ist das Testen grafischer Modellierungssoftware, insbesondere unter Berücksichtigung ihrer Benutzeroberfläche und hinsichtlich ihrer Performanz.Die zur grafischen Modellierung genutzten Werkzeuge sind komplex, da sie notwendigerweise grafische und abstrakte Ebenen verbinden und eine aufwendige Benutzeroberfläche zur Verfügung stellen. Daraus ergeben sich erhöhte Anforderungen an den Test dieser Software. Modellierer erwarten zudem eine flüssige Bedienung für einen ununterbrochenen Arbeitsablauf, sodass die Performanz der Anwendung ein wesentliches Testkriterium neben der Korrektheit ist.
Im Vergleich zu anderen Anwendungen ergeben sich bei Modellierungswerkzeugen besondere Anforderungen an das Testen, insbesondere durch ihre deutlich aufwendigere Benutzeroberfläche:
- Ihre Benutzeroberfläche besteht zu großen Teilen aus GUI-Komponenten, die untypisch und weniger strukturiert sind im Vergleich zu Schaltflächen oder Textfeldern.
- Die Elemente sind darüberhinaus gegebenenfalls modellierungssprachen-spezifisch.
- Die Eingabemechanismen sind ebenfalls vielfältiger und weniger strukturiert. Es dominiert die Steuerung durch die Maus mit verschiedenen Interaktionsmechanismen.
- Die grafische Darstellung stellt nur einen Teil der Anwendung dar und ist mit dem Metamodell und der dadurch vorgegebenen Logik verbunden.
- Identifizierung und Analyse der spezifischen Herausforderungen an Performance- und/oder Funktionstests
- Entwicklung und Anwendung von Strategien für
- Funktionstests von Modellierungsoberflächen, logischen Komponenten und deren Integration
- Performance-Tests
Kontakt: Henning Heitkötter
Grafische Modellierung
Grafische Modellierung bezeichnet die Erstellung von Modellen in einer Modellierungssprache unter Verwendung einer konkreten Syntax, die aus grafischen Elementen besteht (im Gegensatz zu einer textuellen Notation). Den Elementen des Metamodells (abstrakte Syntax) der Modellierungssprache sind dabei entsprechende grafische Repräsentationen zugeordnet. So kann z.B. eine Klasse in UML im einfachsten Fall durch ein Rechteck mit ihrem Namen dargestellt werden.Grafische Modelle haben gegenüber der Darstellung von Modellen in Textform oder als abstrakter Objektgraph den Vorteil, dass sie ein reichhaltigeres Ausdrucksspektrum anbieten und einfacher zu verstehen sind. Grafische Modelle unterscheiden sich von rein bildlichen Diagrammen dadurch, dass sie auf einer durch ein Metamodell definierten Sprache basieren und deshalb eine formale Betrachtung der abgebildeten Sachverhalte ermöglichen.



