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HANDELSINFORMATIONS-
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Im Zuge des Übergangs von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft
steigen die Anforderungen an den institutionellen Handel. Dabei erfordert
der sich verschärfende Wettbewerb zwischen Handelsunternehmen neben einer
effizienten Logistik insbesondere hohe Flexibilität und Individualität
im Marktauftritt. Diese Herausforderungen lassen sich nur mit Hilfe von
flexibel anpaßbaren, integrierten Informationssystemen erfüllen, welche
die Geschäftsprozesse von Handelsunternehmen in geeigneter Weise unterstützen.
Handelsinformationssysteme sind dabei umfangreicher als klassische Warenwirtschaftssysteme
zu verstehen, da sie auch die betriebswirtschaftlich-administrativen Aufgaben,
das Controlling sowie die Unternehmensplanung (Führungsinformationssysteme)
funktionell abdecken müssen. Mit der kundenorientierten Fokussierung auf Prozesse bedarf
es einer grundlegenden organisatorischen Neugestaltung. Hierbei sind die
Prozesse unternehmensübergreifend zu optimieren, da für die Wettbewerbsfähigkeit
horizontale und vertikale Kooperationen immer wichtiger werden. Interorganisationssysteme,
Efficient Consumer Response (ECR), Category und Supply Chain Management
und Electronic Commerce belegen die hohe Aktualität institutionenübergreifender
Kooperationen. Es fehlen jedoch Aussagen zu der konkreten inhaltlichen
Ausgestaltung und den informationstechnischen Konsequenzen dieser Konzepte.
Ziel dieser Tagung ist es daher, zukunftsweisende Perspektiven
der Handelsinformationssysteme für das Handelsmanagement und das Distributionsmanagement
der Industrie aufzuzeigen. Es werden die neuesten Entwicklungen und Trends
präsentiert. Anhand von praktischen Beispielen wird verdeutlicht, wie moderne
Methoden des Informationsmanagements zur Effizienzsteigerung in Handel
und Industrie beitragen können. Die enge Verzahnung von Organisation, Information
und Technik zwingt zu einer disziplinübergreifenden Auseinandersetzung
mit betriebswirtschaftlichen und informationstechnologischen Konzepten
und erfordert den ständigen Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft.
Michael zur Mühlen/mzm, 26. Januar '97
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