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Das Bachelor-Studium


Der Abschluss Bachelor of Science (BSc) vermittelt neben wirtschaftswissenschaftlichen Inhalten und informatikbezogenen Inhalten die Kerninhalte der Wirtschaftsinformatik. Er ermöglicht seinen Absolventen, die Nutzung der Informationstechnik in Unternehmen und Verwaltungen bewerten und sachgerecht gestalten zu können. Der Studiengang ist berufsqualifizierend für Unternehmensberatungen, die ihre Kunden hinsichtlich des Einsatzes der Informationstechnik bei der Gestaltung betrieblicher Abläufe unterstützen, für Hersteller von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware oder Branchenspezifischer Software z.B. in den Bereichen Handel, Banken und Versicherungen und für Firmen, die solche Software anwenden und über eigenes Know-How in diesem Bereich verfügen wollen. Dies gilt auch für die Verwaltung, die in zunehmendem Maße auf IT-gestützte Geschäftsprozesse basiert. Weiterhin ermöglicht der Studiengang, insbesondere mit einem hierauf aufbauenden Master of Science, eine Tätigkeit in Forschung und Lehre in den verschiedenen Bereichen der Wirtschaftsinformatik.

Wie die Erfahrungen aus dem im Rahmen des Pilotversuchs schon bestehenden Bachelor-Studiengangs eindrucksvoll belegen, wird das oben dargestellte Profil auf dem Arbeitsmarkt rege nachgefragt. Absolventen haben keine Mühe, eine interessante Stelle bei Arbeitgebern aus den genannten Bereichen zu finden. Nicht wenige nutzen die erworbenen Qualifikationen, um sich selbstständig zu machen. Nicht zuletzt durch die zunehmende Globalisierung müssen sich die Absolventen verstärkt in einem internationalen Umfeld behaupten, in dem sich die Sprache Englisch als Geschäftssprache durchgesetzt hat. Diesem Trend wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen bei der Gestaltung des Studiengangs Rechnung getragen. Neben der Beteiligung an Austauschprogrammen wie Erasmus werden z.B. ausgewählte Veranstaltungen in Englisch abgehalten, so dass den Studierenden die englischsprachigen Fachbegriffe nahe gebracht werden. Weiterhin ist bei vielen Veranstaltungen die zugrunde liegende Literatur ganz oder teilweise in Englisch. Englischkurse, die vom Sprachenzentrum der Universität angeboten werden, unterstützen hierbei.

Da die Informationstechnik einem rapiden Wandel unterworfen ist, dürfen sich die zu vermittelnden Inhalte nicht an kurzlebigen Hypes orientieren, sondern müssen einerseits dauerhafte Konzepte in den Vordergrund stellen und andererseits die Grundlagen für ein lebenslanges Lernen legen und so den Absolventen die Möglichkeit zur schnellen und kompetenten Einarbeitung in technische Neuerungen bieten.

Um den Einsatz der Informationstechnik in Unternehmen und Verwaltungen sachgerecht gestalten zu können, müssen die Studierenden einerseits die betriebswirtschaftlichen Abläufe und Hintergründe kennen und andererseits die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnik sowohl in Bezug auf die Software als auch auf die Hardware einschätzen können. Wirtschaftsinformatiker entwickeln Anwendungssysteme, bringen sie in Unternehmen und Verwaltungen zum Einsatz und beobachten deren Wirkungen. Zentral ist hierbei die Fähigkeit, von Details abstrahieren, die Zusammenhänge auf das Wesentliche reduzieren und sinnvoll durch ein Modell darstellen zu können. Weiterhin müssen Wirtschaftsinformatiker in der Lage sein, Daten und Informationen zu managen, Systeme zu planen, zu entwerfen und zu realisieren oder auch existierende Systeme zu integrieren. Wichtig ist hierbei, die juristischen Grenzen des technisch Machbaren zu kennen. Weiterhin sind zum Verständnis vieler Aspekte der Informationstechnik und betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge umfangreiche mathematische Kenntnisse unverzichtbar.

Der Praxisbezug der vermittelten Inhalte und Kompetenzen wird nicht nur in jeder einzelnen Veranstaltung herausgearbeitet, sondern insbesondere auch durch gemeinsam mit Unternehmen durchgeführte Projektseminare und Bachelorarbeiten, aber auch durch Exkursionen sichergestellt. Die oben dargestellten Ziele sollen durch das im Folgenden kurz erläuterte Curriculum erreicht werden. Hierbei wird von einem Vollzeitstudium ausgegangen, das schwerpunktmäßig auf Präsenzveranstaltungen basiert, die zusätzlich von e-Learning-Angeboten unterstützt werden. Das Studium gliedert sich in die Kernbereiche Wirtschaftsinformatik, Informatik, Quantitative Methoden und Betriebswirtschaftslehre, in denen insgesamt 15 Pflichtmodule und 2 Wahlpflichtmodule angeboten werden. Hinzu kommen je ein Pflichtmodul mit volkswirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen sowie zwei Vertiefungsmodule, die aus den Bereichen Wirtschaftsinformatik, Informatik, Quantitative Methoden oder BWL/VWL gewählt werden können. Weiterhin umfasst das Studium ein obligatorisches Projektseminar-Modul und die Abschlussarbeit. Die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen wie Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz ist weitgehend in andere Veranstaltungen wie Übungen, Fallstudien, Seminare und Projektseminare integriert.

Der Anteil des Selbststudiums steigt im Verlauf des Studiums bezogen auf die Präsenzzeiten kontinuierlich an. Während er sich in den ersten vier Semestern im Wesentlichen auf das Vor- und Nachbereiten der Vorlesungen und die Lösung von Übungsaufgaben beschränkt, erfordern das Seminar im Vertiefungsmodul und das Projektseminar umfangreiche eigenständige Literaturrecherchen und das weitgehend selbstständige Einarbeiten in komplexe Zusammenhänge sowie teilweise auch in die Anwendung konkreter Softwarewerkzeuge. Hierbei wird auch großer Wert auf die Arbeit in Kleingruppen gelegt, um frühzeitig auf die Aufgaben und Tätigkeiten innerhalb eines Teams vorzubereiten. Die Abschlussarbeit besteht schließlich neben Beratungsgesprächen mit dem Dozenten zum überwiegenden Teil aus der selbstständigen Anwendung der im Studium erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen auf praxisnahe Aufgabenstellungen.

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