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Inhalte



Zu den Lerninhalten


Rechnungswesen und Berichtswesen

Im Rechnungswesen werden die erfolgswirksamen Geschäftsvorfälle eines Unternehmens erfasst und dokumentiert. Die Daten des Rechnungswesens stellen eine wichtige Grundlage für das Controlling dar. Typische Methoden liefern zudem grundsätzliche Bewertungsregeln, die bei der Entwicklung von Controllinginstrumenten zu nutzen sind. Das interne Rechnungswesen benutzt als Rechnungsgrößen Kosten und Leistungen, während das externe Rechnungswesen mit den korrespondierenden Größen Ein- und Auszahlungen, Einnahmen und Ausgaben sowie Ertrag und Aufwand arbeitet. Die Learning Unit führt in das interne und externe Rechnungswesen ein und zeigt auf, wie auf dieser Grundalge das Berichtswesen eines Unternehmens zu gestalten ist.


Finanzierungsrechnung

Gegenstand der Learning Unit Finanzierungsrechnung ist die Querschnittsfunktion Finanzierung. Rechengrößen der Finanzierungsrechnung sind Ein- und Auszahlungen sowie Finanz- und Kreditbestände. Die Bestands- und Bewegungsgrößen sind durch Fortschreibungsformeln miteinander verknüpft. In der Lerneinheit wird zunächst in Finanzierungsrechnungen auf der Grundlage des Rechnungswesens eingeführt. Ihre kritische Beurteilung bildet den Ausgangspunkt für die Konzeption einer eigenständigen Finanzierungsrechnung auf der Basis des vollständigen Finanzplans (VOFI). Das für die Partialplanung entwickelte Konzept wird dabei auf eine unternehmensweite Planung („Totalplanung“) ausgedehnt.


Beschaffungscontrolling

Die Beschaffung stellt eine Funktion dar, die die Bereitstellung betriebsnotwendiger Ressourcen zum Inhalt hat. Standen in der Vergangenheit vor allem Fragen des operativen und taktischen Produktionscontrollings im Vordergrund, so gewinnen immer mehr strategische Fragestellungen an Bedeutung. Hierbei sind auch unternehmensübergreifende Konzepte zu beachten, die unter dem Stichwort Supply Chain Management thematisiert werden.


Produktionscontrolling

Das Produktionscontrolling befasst sich mit der Rationalitätssicherung bei der Gestaltung und Nutzung des Prozesses der betrieblichen Leistungserstellung. Die Gliederung des Wissensgebiets erfolgt in drei verschiedenen Ebenen: Ausgehend von den allgemeinen Zielen und Aufgaben des Produktionscontrollings werden die strategische, die taktische und die operative Ebene des Produktionscontrollings vorgestellt. Neben Aufgaben und Zielen werden auch ausgewählte instrumentelle Unterstützungsmöglichkeiten auf allen drei Ebenen erörtert.


Marketingcontrolling

Das Marketingcontrolling befasst sich mit der Rationalitätssicherung von Aktivitäten der Unternehmung, die auf den Absatzmarkt gerichtet sind. Innerhalb des operativen Marketingcontrollings wird vor allem die Effektivität und Effizienz des Einsatzes der Marketingmixinstrumente untersucht. Hierbei spielen nicht nur ökonomisch-quantitative Größen eine Rolle, sondern auch psychologisch-qualitative Bedingungen. Sowohl auf der operativen als auch auf der strategischen Ebene sind Fragen zu klären, durch die vor allem die Integration von Teilbetrachtungen gefördert wird.


Controlling von Start-ups und Spin-offs

Das Controlling in der Gründungsphase von Start-ups und Spin-offs von Unternehmen stellt eine Herausforderung für junge Unternehmen dar. Start-ups als Neugründungen und Spin-offs als Ausgründungen werden dabei differenziert betrachtet. Kennzeichnend für die spezifischen Anforderungen ist z.B. die Führungsunterstützung im Zuge der Erstellung eines Business-Plans, der neben internen Zwecken auch externen Stakeholdern als Instrument zur Beurteilung der Gründung dient. Neben der Einführung neuer Instrumente werden traditionelle Beiträge, wie das Projektcontrolling und das Center-Controlling, auf ihre Anwendbarkeit für das Controlling in der Gründungsphase untersucht.


Ökocontrolling

Mit dem Ökocontrolling werden Fragen der Unternehmensführung um ökologische Aspekte erweitert (z.B. Emissionen und Immissionen). Gegenstand des Ökocontrollings ist die Bereitstellung von Informationen über die vom Unternehmen ausgehenden ökologischen Wirkungen und deren Bewertung. Sie dienen der Steuerung und Kontrolle der zur Verminderung oder Vermeidung von Umwelteinwirkungen vorgesehenen Maßnahmen. Innerhalb des Themengebiets werden sowohl ausgewählte Instrumente als auch organisatorische Fragestellungen sowie deren Unterstützung durch Anwendungssysteme vorgestellt. Da das Ökocontrolling stark von verschiedenen rechtlichen Vorgaben beeinflusst wird, liegt der Learning Unit ein Verzeichnis relevanter Gesetzestexte zugrunde, die aus den Lernperspektiven per Hyperlink referenziert werden können.


Controlling in öffentlichen Verwaltungen und Non Profit Organisationen

In öffentlichen Verwaltungen (ÖV) und Non-Profit-Organisationen (NPO) stellen sich besondere Anforderungen an die Unterstützung von Führungsprozessen. Ein wesentliches Spezifikum besteht darin, dass die Organisationen mit der Erfüllung besonderer Sachziele beauftragt werden, die in einem gesetzten finanziellen Rahmen zu erfüllen sind. Als typische Instrumente sind Budgetierungsprozesse, Indikatorensysteme sowie Kostenrechnungssysteme anzusehen, die im operativen Controlling von ÖVs/NPOs zum Einsatz kommen. Sie werden um Instrumente des strategischen Controllings ergänzt, unter denen insbesondere der Portfolioanalyse eine besondere Bedeutung zukommt.



Impressum | © Prof. Dr. Heinz Lothar Grob