ttt - toi, toi, toi beim Aufbruch in die Selbstständigkeit
Die Idee
| ttt (lies: toi, toi, toi) ist ein ereignisorientiertes Planspiel, das
den Übergang von einem bürokratisch ("kommandowirtschaftlich")
geführten Cost Center in einen Geschäftsbereich mit
marktwirtschaftlicher Verantwortlichkeit simuliert. Jeder Aufbruch in die Selbstständigkeit birgt Chancen und Risiken, verlangt Verantwortung und Mut. Dies ist die Grundidee des Planspiels ttt. In ttt rollt - vom PC gesteuert - eine Fallstudiengeschichte mit dramaturgisch angelegten Höhepunkten ab. Der Moderator nimmt dabei verschiedene Rollen wahr, die Know-how über Betriebswirtschaftslehre, vor allem aber "Sendungsbewusstsein" zur Idee der Marktwirtschaft verlangen. Die mit vielen Überraschungen verbundenen Ereignisse von ttt sehen differenzierte Reaktionen der Teilnehmer des Planspiels vor. Der ständige Wechsel von Planung und Improvisation, Routine und Innovation, von quantitativen und qualitativen Aktivitäten sorgt für einen dynamischen Verlauf der Spielrunden. In der ersten Phase leiten die Teilnehmer von ttt einen von der Zentrale gelenkten Betrieb, der als Cost Center lediglich dafür zu sorgen hat, die Sollvorgaben zu erfüllen und das Budget einzuhalten. Für die Vermarktung der Produkte - es handelt sich dabei um Spielzeug ("toy, toy, toy") - ist die Zentrale zuständig. Zu einer Unterbrechung der Routine kommt es nur dann, wenn die Vorschriften und Vorgaben der Zentrale vom Cost Center nicht eingehalten werden. Ein Konfliktfall führt zur Wende. Die Zentrale erkennt die ökonomische Notwendigkeit einer Dezentralisierung und leitet einen organisatorischen Wandel ein. Aus dem bislang gegängelten Cost Center wird ein marktverantwortlicher Geschäftsbereich, der als Profit- oder als Investment Center seine kurz- und langfristigen Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen hat. Nach anfänglicher Euphorie über die gewonnene Gestaltungsfreiheit stellt sich die erste Ernüchterung ein. In der Vergangenheit hatte die Zentrale für den Absatz gesorgt - die neue Wirklichkeit verursacht friktionelle Anpassungsschwierigkeiten. Eine Durststrecke ist zu überwinden, bis erfolgversprechende Marktbeziehungen geschaffen worden sind. Kreativität und Präsentationsgeschick bei der Entwicklung und der Vermarktung innovativer Produkte ist gefragt. Auch müssen unpopuläre Rationalisierungsentscheidungen getroffen werden. Die neue Selbständigkeit bringt schließlich einen enormen Zuwachs an Verantwortung mit sich. Indes ist in ttt Optimismus "einprogrammiert". Die Anfangsschwierigkeiten dürften von den neuen Geschäftsbereichen gemeistert werden. Der Erfolg verhilft ihnen zu einem gewachsenen Selbstbewusstsein und zu noch mehr Emanzipation von der Zentrale bei der Überwindung neuer Konflikte. Das Thema des Planspiels - "Von der Kommandowirtschaft zur Marktwirtschaft" respektive "Von der Bürokratie in die Autonomie" - wird von den Planspielteilnehmern hautnah erlebt. Eine Analogie zum organisatorischen Wandel, der sich weltweit vollzieht, ist beabsichtigt. Aber auch die Erfahrungen beim Übergang von bürokratisch organisierten Unternehmungen zu dezentralisierten marktverantwortlichen Organisationen finden sich in ttt wieder. In ttt ist eine Freundschaftsbekundung an die Marktwirtschaft versteckt. Dass dabei nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern eine langfristige, strategische Orientierung im Vordergrund stehen sollte, gehört zur wichtigsten Botschaft des Planspiels. |
Kontakt
| Ansprechpartner |
Prof. Dr. Heinz Lothar Grob |



